Allgemeines über den Segelflug




Angelehnt an den Vogelflug begann schon früh der Versuch, ein Gerät zu entwickeln, das schwerer als Luft war und sich frei von Fesseln in der Luft bewegen ließ. Dabei musste zuerst neben der Entwicklung tragfähiger Profile für den Tragflügel das Problem der Steuerung gelöst werden.

Gesteuert wird ein um alle Achsen steuerbares Modell mit drei Funktionen:

- Das Querruder im Tragflügel bestimmt die Lage des Modells um die Längsachse und somit maßgeblich die Flugrichtung. Bei einfachen Segelflugmodellen wird häufig auf diese Funktion verzichtet.

- Das Höhenruder im Heck bewegt das Modell um die Querachse und bestimmt Steigen oder Sinken

- Das Seitenruder im Heck bewirkt eine Kraft um die Hochachse und unterstützt den Kurvenflug. Es wird für einige Kunstflugfiguren wie z.B. den Turn benötigt, kann aber in einfachen Modellen mit großer V-Form auch als primäre Richtungssteuer-Funktion verwendet werden.

Da das Flugverhalten eines Segelmodells maßgeblich durch die aerodynamischen Eigenschaften des Flügels bestimmt wird, können noch weitere Funktionen für Klappensysteme im Flügel hinzukommen. Diese werden für bestimmte Flugzustände wie Start und Landung oder den Speedflug benötigt.


Segelflugmodelle können eigentlich nur im Außenbereich sinnvoll eingesetzt werden, da hier das für den Segelflug grundlegende Naturphänomen "Thermik" auftritt. Hierbei handelt es sich um aufsteigende Luft, die mit einem Segelflugzeug aufgespürt werden kann und richtig ausgeflogen einen Höhengewinn ermöglicht. In der Halle sind antriebslose Modelle eher Gleitflugzeuge, die nach Verbrauch der kinetischen Energie durch den Abwurf nach kurzer Flugzeit wieder landen. Auf dem Außengelände sind Flugmodelle mit einem Abfluggewicht bis 5 kg zulässig, was bei Segelflugmodellen durchaus Spannweiten von gut 4 Metern zulässt. So kann vom einfachen Zweckmodell über Scale- bis hin zum Kunstflugsegler alles geflogen werden, wobei auf unserem Gelände der Motorsegler der am häufigsten anzutreffende Typ ist. Mit einem leistungsstarken Elektromotor kann in kurzer Zeit eine brauchbare Ausgangshöhe erreicht werden, um dann auf Thermiksuche zu gehen. Für reine Segler steht aber auch eine starke Winde zur Verfügung.

Einsteigerberatung für Flächenflieger

Für den Einstieg in die Modell-Segelfliegerei ist längst nicht jedes Modell geeignet. Einige der von den Herstellern als anfängertauglich angepriesenen Segelflugzeuge stellen selbst für erfahrene Piloten eine Herausforderung dar, da sie sich als zu klein, agil und schnell entpuppen. Genau die Eigenschaften, auf die ein Anfänger unbedingt verzichten muss. Nicht verzichtet werden sollte auf einen einfachen Aufbau, Reparaturfreundlichkeit und hohe Eigenstabilität. Die noble Optik kann beim dritten oder vierten Modell die Entscheidung beeinflussen, das erste Modell muss nur praktisch sein!
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Segel-Flug-Wettbewerb 2009

Im Gegensatz zum letzten Jahr präsentierte sich 2009 der Himmel nahezu wolkenlos und bot mit schwachem Wind die perfekten Voraussetzungen für einen entspannten Wettbewerb. Allerdings drehte der Wind ständig, so dass die Seilwinde, mit der die antriebslosen Modelle auf ihre Ausgangshöhe gebracht werden, mehrfach umgesetzt werden musste. Auch die Auswahl des für die Windverhältnisse richtigen Modells stellte einen entscheidenden Faktor dar. Schließlich galt es, nachdem Ausklinken einen Flug von exakt 200 Sekunden zu absolvieren, der in einem kleinen Landebereich zu beenden war. Dies gelang bei Weitem nicht jedem, und obwohl nicht jedes Modell sicher den Flugplatz erreichte, gab es keine Totalschäden zu beklagen.

Hier geht es zu den Fotos der diesjährigen Veranstaltung

Segel-Flug-Wettbewerb 2008

Am 7.9.2008 fand bei nicht ganz optimalen Wetterbedingungen unser diesjähriger Segelflugwettbewerb statt. Die Aufgabe bestand wie jedes Jahr darin, nach einem Windenstart ab dem Ausklinken exakt 200 Sekunden zu segeln und dann in einem definierten Feld zu landen.

Bei bedecktem Himmel und starkem Wind war das Erledigen dieser Aufgabe insbesondere mit kleineren Modellen nicht gerade einfach. Fehlende Thermik und starke Böen in Bodennähe machten unseren Piloten schwer zu schaffen. Bis zur Mittagspause waren zwei Durchgänge geflogen. Der dritte Durchgang wurde von Schauern und zunehmendem Wind begleitet, was aber der Stimmung nicht geschadet hat.

Dank der perfekten Unterstützung durch unsere engagierten Frauen konnten auch Regenpausen sinnvoll zum Kuchen-Vernichten genutzt werden. Hierfür nochmals herzlichen Dank!

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